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MPU nach Unfällen

28.April 2009

Wer durch besonders fahrlässiges Verhalten im Straßenverkehr auffällt, der muss damit rechnen, dass er zur MPU verdonnert wird. Neben den bekannten Vergehen, wie dem Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss, gehört auch das Verursachen schwerer Unfälle durch unverantwortliches Verhalten zu den Gründen, warum ein Autofahrer, bevor er wieder am Straßenverkehr teilnehmen darf, den so genannten Idiotentest, die MPU, absolvieren muss.

Manche Menschen sind sich gar nicht darüber bewusst, was sie alles riskieren, wenn sie sich nicht an Verkehrsregeln halten. Als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs zu sein, zeugt nicht gerade davon, die Regeln verstanden zu haben, beziehungsweise sie befolgen zu können oder zu wollen. Ob nun reines Versehen oder eine Mutprobe in der Clique: Wer in der falschen Richtung auf der Autobahn unterwegs ist, ist nicht geeignet, ein Auto oder ein anderes Fahrzeug zu führen. Senioren, die nicht mehr Herr ihrer Sinne sind, und mit dem Fahren und der Verkehrssituation überfordert sind, sind prozentual sehr häufig als Geisterfahrer unterwegs. Sie gefährden damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Oft geschehen fatale Unfälle, bei denen nicht nur Sachschaden in beträchtlicher Höhe entsteht, sondern auch Menschen zu Schaden kommen oder oft sogar ihr Leben verlieren. Manche fordern deshalb, dass Senioren ab einem gewissen Alter regelmäßig zur MPU verpflichtet werden sollen, da sich kaum jemand seine eigene Fahruntüchtigkeit eingestehen will.

Bei der MPU nach einem solchen Vorfall wird die Leistungs-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit eines Menschen besonders unter die Lupe genommen. In speziell entwickelten Tests, die mit der Hilfe moderner Computer und speziellen Geräten durchgeführt werden, zeigt sich dann, ob der Proband die erforderliche Schnelligkeit und Sicherheit mitbringt, um weiterhin ein Fahrzeug lenken zu können. Es bedeutet für viele Senioren einen großen Verlust ihrer Mobilität, wenn sich bei einer MPU nach einem Unfall herausstellt, dass der Führerschein eingezogen werden muss.

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